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Ultraschalluntersuchung der Hals- und Beingefäße (Doppler-/Duplexsonographie)

Bei der Doppler- und Duplexsonographie handelt es sich um zwei sich ergänzende spezielle Ultraschallverfahren, welche für den Patienten völlig schmerz- und risikofrei sind und einen diagnostischen Einblick in die Durchblutungssituation der Gefäße ermöglichen.

Die unterschiedlichen Ultraschallverfahren unterscheiden sich im wesentlichen in ihrer Darstellungsmöglichkeit von Strukturen:
  1. Mit der reinen Dopplersonographie (D-Mode-Verfahren) ist keine bildgende Darstellung von Gefäßen möglich. Daher lassen sich auch keine Gefäßablagerungen (Plaques) darstellen. Erst Einengungen (Stenosen) ab 40-50% im Ausmaß lassen sich durch typische Geräusche des Blutflusses / der Blutflußbeschleunigung nachweisen (quantifizieren).
  2. Mit der Duplexsonographie ohne Farbkodierung (B-Mode-Verfahren) sind anatomische Strukturen wie Gefäße direkt darstellbar. Ein Blutfluß ist jedoch nicht ersichtlich. Beurteilbar ist der Verlauf von Blutgefäßen, des Gefäßdurchmessers und der Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht. Die Wanddicke und auch arteriosklerotische Ablagerungen können ausgemessen werden, um eine direkte Vergleichsmöglichkeit bei weiteren Verlaufskontrollen zu haben.
  3. Mit der Farbkodierten Duplexsonographie (Goldstandard) lässt sich nun neben den Gefäßen auch der Blutfluß darstellen. In der Regel wird dabei der Fluß zum Schallkopf hin rot und vom Schallkopf weg blau dargestellt. So erhält der Arzt Informationen über die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses, wodurch sich Gefäßengstellen (Stenosen) in ihrem Ausmaß darstellen (quantifizieren) lassen.

Die arterielle Duplexsonographie ist sinnvoll bei Verdacht auf Gefäßengstellen (im Bereich der Hals- oder Beingefäße) sowie zur Prophylaxe bei bestehenden vaskulären Risikofaktoren (familiäre Prädisposition, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus, Nikotin).

Als Frühzeichen einer subklinischen Atherosklerose (noch keine Symptomtatik), im Volksmund als Arterienverkalkung bezeichnet, läßt sich mit Hilfe der hochauflösenden Ultraschalluntersuchung die Intima-Media-Dicke (kurz: IMD) der arteriellen Halsgefäße beurteilen. Auch können frühzeitig Gefäßveränderungen wie Plaques (Ablagerungen aus dem Fettstoffwechsel) erfaßt werden.

Die Duplexsonographie ist in unserer Gemeinschaftspraxis nicht als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) möglich. Diese Leistung wird privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Bei Privatversicherten übernimmt die private Krankenkasse (PKV) die entstandenen Kosten je nach bestehendem Tarif.

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